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Wie eine Handtasche entsteht: Picard

by Miriam Ernst
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Wie eine Handtasche entsteht: Picard

Einige von euch haben meine Instagram Stories vor ein paar Wochen verfolgt, als ich die Zentrale von Picard in der Nähe von Frankfurt in Deutschland besucht habe. Es war eine unglaubliche Erfahrung jeden Schritt des Produktionsprozesses mit eigenen Augen zu sehen. Teil des Teams zu sein, auch wenn nur für vier Stunden – denn genau so lange dauert die Produktion eines einfachen Handtaschenmodels, und sich mit den Prozessen, dem Material und allen Produktionsanlagen vertraut zu machen.

Von Frankfurt aus liegt die Produktionsstätte von Picard nur 15 Minuten mit der U-Bahn entfernt. Auf dem Weg dorthin fange ich an, etwas aufgeregter zu werden. Mode, Design und alles, was damit zu tun hat, war schon immer meine absolute Leidenschaft. Schon als Kind wollte ich Modedesign studieren und meine eigene Linie kreieren. Ich liebte alles, was mit Stoffen, Kreativität und Stil zu tun hat. Um ganz ehrlich zu sein, ist diese Kooperationen sicher mein absolutes Highlight von 2017. Ich freue mich sehr, dass Janett von Picard für eine solche einzigartige Zusammenarbeit offen war und mir den Einblick und das Mitwirken möglich gemacht hat.

Bei der Ankunft in den Einrichtungen wird es mir langsam klarer: „Heute werde ich erleben wie eine Handtasche hergestellt wird“ und noch besser: „Ich werde meine eigene Tasche kreieren!


Der Showroom

Janett begrüßt mich in der Rezeption des Gebäudes und lädt mich zuerst in den Showroom ein. Die gezeigte Kollektion ist eine Kombination aus der Frühjahrs- und Sommerkollektion. Picard entwirft nicht zwei, sondern vier Kollektionen pro Jahr. Der Showroom ist voller Licht und die Menge an schönen Taschendesigns verblüffen mich. Von den Standardtaschen, wie sie jeder in den 50er Jahren trug (Janett erklärt mir, dass dieses Modell eines der gefragtesten ist, wer hätte das gedacht!) bis zu den moderneren, wie wir sie heute gewohnt sind, oder wie wir sie nächstes Jahr tragen werden.
Ich schaue mich um und entscheide schnell, dass die Tasche, die ich heute entwerfen wollte, definitiv eines der Designs ist, die mir am besten gefallen. Nach einem kurzen Kaffee und einigen Erklärungen über die Marke Picard geht es zwei Stockwerke tiefer, wo sich das Herz der Produktion befindet.


Das Schnittmuster

Janett erklärt mir, dass Picard immer noch sehr stark darauf achtet, jeden Produktionsschritt manuell zu erledigen. Alle Taschen sind handgefertigt und werden mehrfach kontrolliert.
Ich werde gebeten, meine Lieblingsfarbe unter den vier möglichen Farben zu wählen: ein dunkles Blau, ein kräftiges Grau, ein tiefes Rot oder ein klassisches Schwarz. Normalerweise wäre ich entweder mit Rot oder Schwarz gegangen, aber da diese Tasche etwas anderes und einzigartiges in meiner Taschenkollektion sein sollte, entschied ich mich für das Grau. Es ist ein dunkleres und extrem elegantes Grau, so dass ich auch nach einigen Wochen mit der Tasche immer noch sehr glücklich über meine Wahl bin.

Nach der Auswahl des Leders, gehen wir zur Schneidemaschine. Die Stücke für meine Tasche sind bereits geschnitten, da es viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, sie einzeln zuzuschneiden.


Die Herstellung der Handtasche

Die einzelnen Teile der Tasche werden zusammengeklebt und in einem zweiten Schritt zusammengenäht. Auf diese Weise kann sich die Tasche nicht öffnen und bleibt lange stabil. Dies ist der Schritt, bei dem ich einen großen Teil der Arbeit übernehmen konnte. Der Kleber wird auf jeder Seite der Tasche aufgetragen und dann muss ein Moment gewartet werden, bevor die beiden Teile zusammengefügt werden können. Danach drückt man die beiden Teile fest zusammen. Wenn dies zu früh geschieht, ist der Kleber nicht trocken und die Tasche wird nicht zusammengehalten, wenn man es zu spät macht, ist der Kleber zu trocken und das gleiche kann passieren. Sobald der erste Teil zusammengeklebt ist und kein Kleber mehr sichtbar ist, geht die Tasche zur Nähmaschine.
Die Produktionsprozesse einer Picard Handtasche erfordern verschiedene Nähmaschinenarten. Je nachdem, welches Teil angenäht werden muss. Ich bin sehr vertraut mit Nähmaschinen, aber ich habe in der Picard Produktionsstädte Modelle gesehen, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie existieren.

Die Naht wird direkt über den zuvor hinzugefügten Kleber gesetzt. Dann beginnt der Prozess von neuem. Dies ist ein Schritt-für-Schritt-Verfahren, das – je nach Taschenart 4 Runden oder mehr benötigt.

Sobald die Tasche ihre Struktur erreicht hat, müssen die Details angebracht werden. Super winzige Schrauben werden verwendet, um den Anhänger zu befestigen. Vor dem Schließen der Schrauben wird ein spezieller Kleber aufgetragen. Dieser ist eine der teuersten Ressourcen, die verwendet werden und sorgt dafür, dass sich die Schrauben nicht wieder öffnen können. Ein weiteres Qualitätsmerkmal.

Bevor der Anhänger schließlich an die Picard-Tasche angehängt wird, wird mein Be-Sparkling-Logo eingeprägt. Ich sitze vor einer großen Maschine. Ich kann es kaum glauben, dass dieses grosse Gerät für eine so kleine Prägung benötigt wird. Langsam lege ich den Anhänger unter die Maschine. Irgendjemand hat die Form bereits angebracht und es reicht, wenn ich mit meinen Füßen ein Pedal betätige. Ich probiere es zunächst langsam. Die Maschine bewegt sich keinen Millimeter. Ich gebe mir etwas mehr Mühe. Es ist erstaunlich, wie viel Gewicht ich aufwenden muss, um die Maschine in Bewegung zu setzen. Beim dritten Mal drücke ich die Form kräftig auf das Leder und lasse das geprägte Be-Sparkling Logo zurück. Ich lächle. Das ist mein Picard-Anhänger mit Co-Branding. Jetzt muss ich es nur noch an die Tasche hängen.


Der letzte Schliff und der Kundenservice


Die Verlosung: Die Picard Tasche, die ich kreiert habe  (Wert 399 €)

Das Highlight meiner weihnachtlichen Verlosungen kommt heute: eine echte Picard-Ledertasche. Ich bin sicher, dass ihr meine Begeisterung über die Zusammenarbeit mit Picard im obigen Text spüren könnt. Ich freue mich sehr, dass ich das heute an Weihnachten mit euch teilen kann. Dieses besondere Geschenk kann nur einer Person gehören und die co-branded Picard-Tasche gibt es nur zwei Mal. Eine habe ich selbst und eine ist der Gewinn für einen von euch!

Wie ihr gewinnen könnt??*

  • Kommentiert vor Sonntag den 6. Januar 2018 um 18:00 Uhr (Berliner Zeit) auf dieser Seite und erzählt mir, wo ihr diese Handtasche gerne tragen würdet. Der Gewinner wird noch am selben Tag bekannt gegeben.
  • Folgt dem Blog hier
  • Ihr müsst älter als 18 Jahre sein
  • Ihr müsst in Europa leben oder eine Europäische Adresse haben
  • Wer seine chance noch steigern möchte kann auch beim Gewinnspiel über Facebookund Instagram mitmachen.

*Die Entscheidung ist endgültig und von rechtlichen Verfahren befreit.

Viel Glück

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5 comments

Steffi 2 Januar, 2018 - 10:48 AM

Wow was für ein Erlebnis 🙂 die Begeisterung ist voll zu spüren Mega cool würde die Tasche jeden Tag mit stolz tragen 🙂 genau mein Geschmack happy New Year

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Jasmin 2 Januar, 2018 - 11:56 AM

Hi
ins Theater.Oder in der Stadt. Frohes neues Jahr.War bestimmt interessant und hat viel Spaß gemacht.Die Bilder sind toll.lg Jasmin

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Margareta Gebhardt 2 Januar, 2018 - 5:26 PM

Hallo ,

tolle Verlosung. Vielen Dank .
Ich würde sie überall tragen vorallem in der Stadt.
Ich wünsche Dir ein gutes und gesundes neues Jahr 2018 .

Liebe Grüße Margareta

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Nataya A 3 Januar, 2018 - 7:39 PM

Die Tasche ist edel und schön. Ich würde gerne sie überall in jedem möglichen Anlass tragen. Danke für die Verlosung. Happy New Year, a very happy 2018, Liebe Grüße,

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Christin Weiß 4 Januar, 2018 - 11:44 PM

Die Tasche würde bei mir im Alltag zum Einsatz kommen. Nur für iMitglieder Schrank verstauben ist sie doch zu schade
Lg

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